Löwenzahn verarbeiten
Daheim,  Do it yourself

Löwenzahn-Gelee

Ich liebe Löwenzahn. Schon immer! Und das in allen möglichen Variationen: Die Kindersendung mit Peter Lustig und das passende Lied dazu. Als kleine gelbe Punkte auf satten grünen Wiesen. Im Salat und zum Frühstück auch total gerne als Gelee.

Was? Gelee aus Löwenzahn?

Oh ja! Unbedingt! Ich glaube das Rezept ist schon fast in Vergessenheit geraten. Das mag vielleicht daran liegen, dass man es einfach nicht fertig kaufen kann. Zumindest nicht im Supermarkt. Deshalb teile ich es heute mit euch 🙂 Und das schöne an Löwenzahn: Er tut sogar gut! Da kann man sich auch die Marmelade mal schön reden 😉 Löwenzahn ist voller gesunder Bitterstoffe, also gut für unseren Magen und die Verdauung. Das Gelee schmeckt leicht bitter, aber angenehm. Ähnlich wie Orangenmarmelade, die hat auch immer einen leicht bitteren Nachgeschmack. Ich mag das total gerne.


Das braucht ihr dafür

Für ca. 1 Liter | Dauer: 60 Minuten (12 Stunden ziehen) | Rezept Drucken
200 g Löwenzahnköpfe – das sind so etwas 4 Handvoll
1 Zitrone
500 g Gelierzucker 2plus1
Etwas Vanille

Er liebt mich, er liebt mich nicht…

Eure frischen Löwenzahnköpfe werden erst mal gewaschen und gut abgetropft. Dann geht’s ans Zupfen: Ihr müsst alle kleinen gelben Blütenblätter abzupfen und in eine Schüssel geben. Das kann schon mal etwas dauern, aber zu zweit macht’s noch viel mehr Spaß. Wie früher als Kind: er liebt mich…. er liebt mich nicht….

Nun werden die kleinen feinen Blütenblätter mit 750 ml Wasser aufgegossen und vorsichtig verrührt. Das ganze darf nun 12 Stunden ziehen.


Am nächsten Tag gießt ihr den Löwenzahnsud durch ein feines Sieb oder eine Stoffwindel ab, jetzt auch noch die Blüten schön ausdrücken, damit wir nichts vom tollen Geschmack zurück lassen. Die Flüssigkeit wird mit dem Saft der Zitrone, der Vanille und dem Gelierzucker einfach nach der Packungsanweisung zubereitet. Bei mir muss man das Ganze etwa 4 Minuten kochen, aber schaut einfach was auf eurem Gelierzucker steht, manchmal gibt’s da kleine Unterschiede.


Nun könnt ihr das Gelee in eure sauberen Gläser abfüllen. (Bitte achtet darauf, dass die Gläser wirklich sauber sind, dann gibt’s keine böse Überraschung)

Viel Spaß damit! 🙂


Meine Tipps für euch:

Die Gläser könnt ihr vorher im Backrohr sterilisieren: Heizt den Ofen auf 120 °C vor und stellt eure Gläser für mindestens 15 Minuten ins Warme. Danach dürften fast alle Bakterien verschwunden sein. Vorsicht, beim Einfüllen nicht die Finger verbrennen!

Wenn ihr die Gläser gleich nach dem Befüllen auf den Kopf stellt, könnt ihr die Haltbarkeit noch einmal verlängern, weil keine Luft zwischen Deckel und Gelee ist.

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