Daheim,  Produzenten

Einzigartige Milch hat ein einzigartiges Zuhause

… das hab ich heute bei der Molkerei Berchtesgadener Land entdecken dürfen. Ihr fragt euch bestimmt, warum ich so einen großen Betrieb besucht habe, wo es mir doch eigentlich darum geht, die kleinen Produzenten in der Region zu zeigen. Das kann ich euch sagen: Hier ist alles regional, fair und super nachhaltig! Und wenn man dann erfährt, dass nur 0,8 % der Milch aus Deutschland in „unserer“ grünen Molkerei verarbeitet werden, ist es gleich gar nicht mehr so groß! 🙂 Aber lasst euch überraschen!


Habt ihr gewusst?

Die Molkerei Berchtesgadener Land hat ihren Sitz in Piding und ist eine Genossenschaft. Das bedeutet, dass die Molkerei den eigenen Landwirten gehört. Sie stimmen über die Preise, Investitionen und viele andere Punkte ab. 1927 wurde die Milchgenossenschaft mit 54 Bauern gegründet. Seit 1973 sind sie sogar BIO-Molkerei, damals die erste in Bayern! Heute liefern rund 1.700 Landwirte ihre Milch an die Molkerei. Das Einzugsgebiet liegt zwischen Watzmann und Zugspitze – egal ob kleiner oder großer Hof, viel oder wenig Milch – alles wird direkt in Piding weiterverarbeitet. Um mal einen kleinen Richtwert zu bekommen, wie viel das eigentlich ist: Im Jahr 2018 wurden rund 322.000.000 kg Rohmilch verarbeitet – davon sind rund 102.000.000 kg sogar BIO.


Glückliche und gesunde Kühe…

… für beste Milchqualität. Das Wohl der Kühe steht bei der Molkerei ganz oben. Sie sind sozusagen die wichtigsten Mitarbeiterinnen des Betriebs. Wenn man sich den Durchschnitt der Landwirte anschaut halten sie nur 27 Kühe. Da führt natürlich dazu, dass sich die Bauern besser und individueller um ihr Vieh kümmern können. Eine Kuh gibt etwa 7.500 Liter pro Jahr – das ist gar nicht so viel. Eine Hochleistungskuh kommt da schon mal auf 12.000 Liter im Jahr. Die Milchwerke unterstützen ihre Landwirte stark im Bereich der Haltung. Angefangen von Homöopathie-Schulungen bis hin zu verschiedenen Weide- und Auslaufprämien. Außerdem gibt es ein klares NEIN zum Pflanzengift „Glyphosat“ und Gentechnik.


Nachhaltig Spitzenreiter

Schon seit 1973 ist die Molkerei Berchtesgadener Land immer wieder Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Damals waren sie die erste BIO-Molkerei Bayerns. Schon 1999 wurden die ersten Homöopathie-Schulungen angeboten, um den Einsatz von Antibiotika zu verringern. Seit 2010 füttern alle Landwirte komplett gentechnik-frei, zudem wurden die Molkerei als erste mit Naturland Fair zertifiziert. 2016 war ein hartes Jahr für die Milchbauern: Im März 2015 wurde das Milch-Kontingent aufgehoben und der Preiskampf war hoch. Doch die Milchwerke haben in diesem Jahr den höchsten Preis aller deutschen und österreichischen Molkereien bezahlt. 2017 haben sie als erste Großmolkerei den Einsatz von Totalherbiziden wie z.B. Glyphosat verboten. Zurecht erhielten sie im Dezember 2018 den „Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2019“.


Grün verpackt

Nicht nur die Becher und Packungen sind grün (Die BIO-Produkte blau 😉 )! Nachhaltige Verpackungen und Vermeidung von Plastik sind ein absoluter Megatrend, der natürlich auch hier nicht spurlos vorbei geht. Die Milchwerke haben schon früh eingelenkt und passen sich immer mehr an. Von der Mehrweg-Glasflasche über die nachhaltige Kartonflasche bis hin zum Zweikomponenten Becher ist hier alles dabei – nur eben fast kein Plastik mehr. Bei meiner Führung hat man immer wieder gemerkt, wie wichtig es ihnen ist, hier auf die Umwelt zu schauen. Habt ihr gewusst, dass man bei den Joghurtbechern die äußere Kartonummantelung abnehmen kann? Müll trennen leicht gemacht!


Grund zum Feiern

In Piding gibt es nicht nur den Standort der Molkerei sondern auch einen kleinen dazugehörigen Milchladen. Der feiert in diesem Jahr seinen 5. Geburtstag! Hier kann man privat direkt von der Molkerei kaufen. Ob Joghurt, Milch oder Butter. Aber das ist noch lange nicht alles. Es gibt auch Praktisches für die Küche und Hübsches für die Wohnung. Schaut doch mal vorbei. Zurzeit gibt es sogar einen Treuepunkt-Aktion!

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