Osterkorb füllen
Daheim,  Do it yourself

Osterkorb: eine liebevolle Tradition

Der Osterkorb hat bei uns schon richtig Tradition. Wenn ich zu Ostern eingeladen bin, bringe ich immer ein kleines Körbchen mit selbstgemachten Leckereien mit. Als Dankeschön für die Einladung und weil ich meine Sachen einfach auch gerne verschenke. Richtige Regeln gibt es bei mir persönlich nicht. Manchmal ist selbst gebackenes Brot mit Aufstrich dabei. Manchmal Pesto und manchmal sogar ein Osterlamm. Je nach Lust, Laune und Zeit.

Ich sehe das einfach als nette Geste an. Geschenke zu Ostern braucht es meiner Meinung eigentlich nicht. Die Kinder freuen sich, wenn Eier und Kleinigkeiten versteckt werden. Ich bin einfach nur glücklich, wenn ich mit Freunden und Familie zusammen sein kann.

Roggenbrot mit Sauerteig backen


Ursprung des Osterkorbs

Aber eigentlich ist meine Version nur eine ganz, ganz abgewandelte Version vom Original. Ursprünglich hat der Gabenkorb zu Ostern eine religiöse Bedeutung:

Nach der Fastenzeit folgt Ostern. Das Fest der Auferstehung Jesu und eigentlich das bedeutendste Fest der Christen. Für dieses Fest wird ein Korb mit Brot und Fleisch vorbereitet und in der Kirche gesegnet.

Was kommt denn da so rein?

In den Osterkorb kommt nicht nur Fleisch als Zeichen des Lamm Gottes, sondern traditionell auch noch Brot, als Erinnerung an die Brotteilung beim letzten Abendmahl.

In laufe der Zeit wurde das immer weiterentwickelt, und auch immer eine passende Erklärung gefunden 😉 :

Eier: Die Küken brechen beim Schlüpfen genauso die Schale auf, wie Jesus bei seiner Auferstehung das Grab

Kräuter: als Erinnerung an die Bitterkeiten, die die Menschen des Volkes Israel erlebt haben

Salz: da es unser aller Auftrag ist, das Salz für diese Welt zu sein

Osterlamm oder Butterlamm: Um an das Lamm Gottes zu erinnern


Und wo ist jetzt der Hase??

„Hos, Hos, Osterhos!“ So bin ich früher durch den Garten gelaufen und habe meine Ostereier oder auch mein Osternest gesucht. Doch was hat der Osterhase eigentlich wirklich mit Ostern zu tun?

Jahrhunderte lang eigentlich gar nichts 😉 . Erst vor etwa 350 Jahren kommt der Brauch im Elsass, in der Pfalz und am Oberrhein auf, dass der Hase am Ostersonntag rote Eier ins Osternest legt.

Aber warum der Hase?

Ehrlich gesagt, das weiß ich auch nicht so genau. Im Internet gibt es viele Erklärungen. Manche gehen bis auf die germanisch Gottheit Ostara zurück andere erklären es mit Futter suchenden Feldhasen im Frühjahr und wieder andere mit dem Byzantinischen Symbol für Christus: Der Hase.

Egal woher es kommt und was dafür verantwortlich ist: Ich find’s putzig und die Kinder freuen sich, dass sie die Eier vom Osterhasen im Garten such dürfen. Ob nun rot oder blau oder kunterbunt. Es ist einfach ein netter Brauch.

Übrigens: Nicht in allen Gegenden Deutschlands bringt der Osterhase die Geschenke. In manchen Regionen können es auch der Hahn, der Kuckuck, der Storch, der Fuchs oder die aus Rom zurückkehrenden Glocken sein.

Wir wünschen euch schöne Ostern und gemütlich-kulinarische Feiertage!

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