Sauerteig ansetzten
Backen

Sauerteig ansetzten

Brotbacken ist wirklich was Schönes! Ich mag’s, wenn es zuhause wie in einer Backstube riecht. Warm, nach frischem Brot und den Gewürzen. Mein Lieblingsbrot mit Hefe habe ich euch schon einmal gezeigt. Hier findet ihr das Rezept.

Heute geht es aber mal nicht um Hefe sondern um Sauerteig. Natürlich kann man den mittlerweile fertig im Supermarkt kaufen, oder auch beim Bäcker bestellen. Aber selbstgemacht schmeckt’s einfach doch am besten.

Manche Bäckereien haben Sauerteig, der mehr als 100 Jahre alt ist. Er wird sorgsam gepflegt und gehegt und in den herrlich selbstgebackenen Broten verarbeitet.

Ich bin ehrlich zu euch: Ich hatte bis jetzt auch keinen eigenen Sauerteig. Aber ich bin super glücklich, dass ich mich an das Experiment gewagt und für euch dokumentiert habe. Ich dachte eine kleine Beziehung zwischen dem Sauerteig und mir kann nicht schaden. Er soll mich ja ab jetzt über Jahre hinweg begleiten. Daher wurde er von mir auch gleich mal getauft, auf den Namen: Siegi Sauerteig. Wie ihr euren „Siegi“ selber herstellen könnt zeige ich euch jetzt.


Zutaten für selbstgemachten Sauerteig

Für euren Basisteig brauch ihr nur zwei Zutaten: Wasser und Roggenmehl

Sauerteig herstellen ist nicht viel Arbeit, aber braucht seine Zeit. Genau gesagt 6 Tage. Der Teig wird täglich gefüttert und gepflegt. Am besten alle 24 Stunden.

Hier meine Tag-für-Tag-Anleitung:

Tag 1
Heute verrührt ihr 100 g Mehl mit 100 g Wasser in einer Schüssel. Solange bis ein klebriger Teig entsteht. Die Masse lasst ihr die nächsten 24 Stunden bei Zimmertemperatur offen stehen – nicht zudecken!

Sauerteig an Tag 1


Tag 2
Euer Sauerteig wird nun wieder gefüttert. Wieder mit 50 g Mehl und 50 g Wasser. Rührt gut um, bis sich alles schön verbunden hat. Heute wird eure Masse zugedeckt aber nicht luftdicht verschlossen. Ich lege einfach einen Tupperdeckel darauf. Jetzt heißt es wieder 24 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen.

Tag 3
Läuft wie Tag 2 ;). Es kann sein, dass euer Teig jetzt schon etwas sauer riecht. Das ist normal.

Sauerteig füttern – schaut eigentlich jeden Tag gleich aus


Tag 4
Ist genauso wie Tag 2 und 3. Nur nicht entmutigen lassen 😉

Tag 5
Heute ist großer Backtag. Ein Rezept für Sauerteigbrot findet ihr hier. Nehmt die angegebene Menge vom Sauerteig für euer Brot ab. Den Rest füttert ihr nochmal mit 100 g Wasser und 100 g Mehl. Und lasst ihn nochmal 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen.

Tag 6
Heute könnt ihr euren Teig konservieren. Dazu bestreut ihr in mit Salz und verschließt ihn Luftdicht in einem Glas. Im Kühlschrank hält euer Teig sehr lange.

Macht nicht den gleichen Fehler wie ich, lasst unbedingt noch etwas Platz im Glas! Ich hatte am nächsten Tag eine teigige Überraschung im Kühlschrank! 😉

7 Tipps für euren ersten Sauerteig

  • Sauberkeit! Klingt einfach und banal – ist aber super wichtig. Spült euer Equipment vorher noch einmal richtig heiß aus. Die falschen Bakterien machen aus eurem Sauerteig sonst eine bunte Schimmelparty!
  • Das Wasser muss Lauwarm sein, wenn ihr es zum Teig gebt!
  • Zutaten Abwiegen – auch das Wasser, es ist einfach etwas genauer.
  • Sauerteig schläft gerne! Und zwar unter 20° C. Das heißt ihr solltet darauf achten, dass es bei euch immer schön warm ist. Aber nicht wärmer als 30° C.
  • Sauerteig hat eine innere Uhr. Die 24 Stunden solltet ihr so gut wie möglich einhalten.
  • Den Sauerteig ab Tag 2 zudecken, aber nie luftdicht verschließen. Erst wenn er zum Schlafen in den Kühlschrank darf.
  • Übler Geruch ab Tag 4 ist ganz Normal . Bunter Schimmel, Pelz und seltsame Farben nicht. Dass passiert! Nicht aufgeben und wieder versuchen!



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